Maifeier 2017 – Rückblick
Am 30.04.2017 fand vor dem VAZ Mürzer Oberland in Kapellen unsere traditionelle Maifeier statt.
Eine aus meiner Sicht wirklich gelungene Maifeier wurde durch das Umschneiden unseres Maibaumes getrübt. Aber der Reihe nach.
Die Maifeier startete um 16 Uhr beim VAZ mit einer gemeinsamen Radfahrt am Radweg R5 nach Mürzzuschlag und wieder retour.
Um 18 Uhr hielt Bundesminister Jörg Leichtfried die Rede zum Tag der Arbeit und ging auf die lange Tradition, die Geschichte und die Werte der Sozialdemokratie ein. Er ging dabei auch besonders auf die Entwicklungen im Mürztal ein und konnte durch sehr persönliche Worte zum Tag der Arbeit überzeugen.
Anschließend wurde der Maibaum aufgestellt. Ich möchte mich hier bei allen freiwilligen Helfern bedanken, ohne die diese traditionelle Veranstaltung nicht zu bewerkstelligen wäre. Ganz besonders möchte ich mich aber auch beim Spender des Maibaumes, Herrn DI Regnier-Helenkow, bedanken. Ebenfalls bedanken möchte ich mich beim Trachtenmusikverein Kapellen, der unsere Maifeier musikalisch begleitet hat.
Aber leider nahm der Abend dann doch noch eine unerfreuliche Wendung.
Auch wenn es mir schwer fällt, so möchte ich denen, die unseren Maibaum unter dem Deckmantel des Brauchtums umgeschnitten haben, zu ihrem Coup gratulieren. In der Art und Weise, wie ihr agiert habt, kann man euch durchaus eine generalstabsmäßige Planung und eine äußerst professionelle Durchführung konstatieren.
Natürlich spielt auch meine Naivität eine gewisse Rolle, denn einerseits dachte ich wir hätten den Maibaum genügend abgesichert und anderseits würde ich niemals auf den Gedanken kommen fremdes Eigentum zu zerstören (auch nicht im Namen des Brauchtums).
Deshalb stellt sich für mich schon die Frage, wo endet das Brauchtum und wo beginnt blindwütige Zerstörung und Vandalismus?
Das es euch nicht um Brauchtumspflege geht, habt ihr nämlich mehr als deutlich bewiesen. Ihr müsst mir nämlich schon erklären, mit welchem Brauchtum die Beschimpfungen und Beleidigungen, die ihr auf unserem Maibaum hinterlassen habt, zusammenhängen.
Erklärt mir bitte, warum die SPÖ gay (schwul) ist!
Für mich überhaupt das Letzte und Feigste ist, dass ihr Mitglieder und Sympathisanten unserer Bewegung pauschal als Homos bezeichnet.
Ich gehe davon aus, dass ihr nicht den Mut und Größe haben werdet mir das zu erklären. Sollte ich mich aber täuschen, so würde ich mich sehr darüber freuen.
Eines möchte ich euch aber versichern: wir werden uns von euch nicht beirren lassen und auch nicht resignieren. Wir werden auch in Zukunft das Miteinander und das Gestaltende vor das Trennende und Zerstörende stellen.
In diesem Sinne lade ich euch schon jetzt für das nächste Jahr zur Brauchtumspflege ein – wir werden allerdings unser Eigentum besser schützen und verteidigen.
Jochen Graf, SPÖ Mürzer Oberland.
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